WM-Gewinn und internationale Bewerbungen

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Die Weltmeisterschaft 2019 war für den Deutschen Handballbund emotional und auch wirtschaftlich ein Erfolg. Vier Monate nach dem Ende des T ...

Die Weltmeisterschaft 2019 war für den Deutschen Handballbund emotional und auch wirtschaftlich ein Erfolg. Vier Monate nach dem Ende des Turniers steht fest, dass die WM für den DHB mit einem Gewinn von rund drei Millionen Euro endete. „Wir waren bereits während des Turniers optimistisch, aber dieses Ergebnis übertrifft unsere Erwartungen“, sagt Andreas Michelmann, Präsident des Deutschen Handballbundes. „Dank dieses einmaligen Effekts haben wir zusätzliche Möglichkeiten, weiter strategisch und mit Augenmaß in die Entwicklung des Handballs zu investieren“, erklärt Mark Schober, Vorstandsvorsitzender des Deutschen Handballbundes.

Bei seiner turnusmäßigen Sitzung an diesem Montag in Stuttgart nahm das DHB-Präsidium das positive Ergebnis zur Kenntnis. Die Aufteilung des WM-Gewinns (80 Prozent werden langfristig in den Handball investiert, 20 Prozent in aktuelle Projekte der Mitgliederentwicklung) war bereits im Frühjahr beschlossen werden.

„Im Wesentlichen haben eine effektive Organisation, Sponsoring und das erfolgreiche Ticketing den WM-Gewinn ermöglicht“, sagt Paul Specht, Vorstand Finanzen und Recht des Deutschen Handballbundes. Rund 550.000 Zuschauer kamen allein an den deutschen Spielorten Berlin, München, Köln und Hamburg zu den Partien und erlebten in der Mehrzahl ausverkaufte Spieltage. Die Auslastung der deutschen Arenen lag bei über 98 Prozent. Mit im Schnitt mehr als acht Millionen Fernsehzuschauern bei den Übertragungen der deutschen Spiele erreichten ARD und ZDF fantastische TV-Quoten.

„Wir haben bereits in den vergangenen Jahren damit begonnen, den Deutschen Handballbund als Innovationsführer des Handballs aufzubauen. Daran knüpfen wir an mit modernen, teilweise bereits genutzten Techniken wie dem Trainercenter. Die weitere Digitalisierung des Verbandes und des Handballsports ist eine zentrale Aufgabe“, sagt der DHB-Vorstandsvorsitzende Mark Schober. Ein „Haus des Handballs“ ist langfristig visionäres Teil dieses Vorhabens. Ebenfalls auf dem Investitionsplan steht die Restrukturierung der Landesverbände.

Das Präsidium des Deutschen Handballbundes hat bereits erste Mittel aus dem WM-Gewinn freigegeben. Für Projekte der Engagementförderung, darunter beispielsweise eine Ehrenamtskampagne, stehen 165.000 Euro bereit. Der „Tag des Handballs“, dessen zentrale Veranstaltungen am 26. Oktober in Hannover stattfinden, wird mit 95.000 Euro für begleitende bundesweite Aktionen und ein Vereinssymposium unterstützt.

Über 300.000 Euro sind vorgesehen für Aktivitäten der Mitgliedergewinnung und -bindung. Die Investitionen konzentrieren sich auf Kinderhandball, Kindergarten und Schule. Dies wird in den kommenden Wochen mit konkreten Maßnahmen unterlegt.

Das DHB-Präsidium hat den Vorstand beauftragt, einen Verwendungsplan des darüber hinaus verfügbaren WM-Gewinns in Höhe von 2,4 Millionen Euro zu erstellen.

Wesentlicher Teil der langfristigen Strategie des Deutschen Handballbundes ist die Ausrichtung weiterer internationaler Großereignisse. Deutschland wird im Januar 2024 Gastgeber der EHF EURO sein. Darüber hinaus beabsichtigt der DHB, sich gemeinsam mit den Niederlanden für die Frauen-WM 2025 sowie allein für die Männer-WM 2027 zu bewerben. Zudem wird der Verband sein Interesse an der Ausrichtung der U18- oder U20-EM 2022 hinterlegen. „Der Deutsche Handballbund möchte weiter ein aktiver Teil der internationalen Handball-Familie sein. Daher ist es nur konsequent, dass wir uns weiter als Ausrichter einbringen und so einen Beitrag zur Entwicklung unseres Sports leisten“, sagt DHB-Präsident Andreas Michelmann.

Deutscher Handballbund Weltmeisterschaft 2019

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